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Was Tun, Wenn Die Reise Nichts Wird?

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Was gibt es frustrierenderes, als eine Reise, die ins Wasser fällt? Da hat man wochenlang recherchiert, geplant und sich auf eine fantastische Zeit gefreut, nur um ein paar Tage vor Abreise festzustellen, dass aus der Reise nichts wird. Furchtbar – ich weiß! Wie man aus der geplanten Reisezeit trotzdem das meiste herausholen und gut gelaunt wieder in den Alltag starten kann, darum geht’s in den folgenden zehn Tipps. Das Wichtigste dabei: Statt die Enttäuschung gewinnen zu lassen, die Tage, die für die Reise vorgesehen waren, als gewonnene Zeit betrachten. Extra-Zeit, die aus dem Nichts erschienen ist, um endlich alle die Dinge zu tun, für die im hektischem Arbeitsalltag einfach kein Platz ist. So wird irgendwann zu jetzt

  1. Freunde aus dem Ausland einladen. Entdecke mehr von deiner Umgebung, als nur den ständig gleichen Weg zur und von der Arbeit, indem du sie jemandem zeigst, der sie noch nicht kennt. Auf diese Weise reist du zwar nicht selbst, wirst aber Teil der Reise deiner Freunde und ich verspreche: es warten jede Menge tolle Momente und Geschichten, die noch lange erzählt werden können.
  2. Sei aktiv und sportlich. Mit etwas Glück, lässt das Wetter tolle Sommeraktivitäten zu, für die eine lange Reise gar nicht notwendig ist. Wasserratten sollten unbedingt ein Stand Up Paddleboard, ein Kayak oder ein Tretboot mieten und sich einen Tag auf dem Wasser gönnen. Wer nicht an Meer, See oder Fluss lebt, kann es mit Slacklining oder Reiten versuchen oder sich ganz klassisch auf den Drahtesel schwingen und ein Picknick im Grünen genießen. Mit etwas Fantasie (und gutem Wetter) sind die Möglichkeiten endlos. 
  3. Neue Restaurants und Cafés ausprobieren. Endlich mal zu dem charmanten kleinen Café um die Ecke gehen, oder zum neuen Italiener in der Innenstadt. Freunde und Bekannte sind im Urlaub oder schon wieder im Büro? Kein Problem – Buch oder Laptop einpacken und alleine losziehen.
  4. Kochabende veranstalten. Freunde einladen und gemeinsam neue exotische Rezepte ausprobieren, gefolgt von einem (hoffentlich) leckerem Essen und klassischem Brettspiel-Spaß. Das beste daran: Kochabende gehen immer. Egal, ob der Sommer brennend heiß oder kalt und regnerisch ist. Aber sollte das Wetter es zulassen, darf Stockbrot über einem Lagerfeuer im Garten nicht fehlen. Bei der dänischen* Sommertradition, snobrød, unbedingt an die akustische Gitarre denken!
  5. Alte Freunde treffen. Im alltäglichen Chaos vergessen wir gerne mal, wie wichtig es ist, Freundschaften zu pflegen. Verbringe deine “gewonnene” Zeit mit den Menschen, die du gern hast.
  6. Lerne etwas Neues. Jeder hat etwas, was er total gerne können würde, findet aber nie so wirklich die Zeit, es zu lernen. Du wolltest schon immer mal Ukulele spielen oder Spanisch sprechen können? Super, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um das Wörterbuch herauszuholen und die Ukulele des Mitbewohners zu borgen. Dank des Internets musst du weder das Haus verlassen noch Geld ausgeben, um mit dem Unterricht zu beginnen. Los geht’s!
  7. Mache Tagesausflüge. Manchmal müssen wir gar nicht weit reisen, um an schöne, spannende Orte zu gelangen. Untersuche doch mal, ob es nette Parks und Strände oder Museen und Ausstellungen in deiner Nähe gibt, die mit Bus, Bahn oder Rad zu erreichen sind. Ist das nicht der Fall oder hast du keine Lust auf die Recherche, dann lass deine Lieblingsplaylist über die Kopfhörer laufen und geh einfach planlos drauf los –  meistens führt diese Art des Unterwegsseins zu spannenden Entdeckungen. Bequeme Schuhe nicht vergessen!
  8. Organisiere einen Filmmarathon. Popcorn, Süßigkeiten, Schokolade, Chips und Kekse. Oh, und Wein! Muss ich mehr sagen? Ist dir nicht danach, zu Hause zu bleiben, dann ab ins Kino. Vielleicht gibt es sogar ein cooles Open-Air- oder Drive-In-Kino in deiner Nähe?
  9. Sei produktiv. Gehe zum Sport, joggen, schwimmen oder mache zu Hause deine Yoga-Übungen. Erledige den Papierkram, der seit Wochen auf deinem Schreibtisch wartet und fange ganz in Ruhe große Projekte an, die nach dem Urlaub zu erledigen sind. Durch die Vorarbeit fühlt sich das Arbeitspensum dann überschaulicher an, wenn der Alltag wieder beginnt – und vielleicht bleibt auf diese Weise auch nach den Urlaubstagen noch etwas Zeit fürs Ukulele spielen und picknicken.
  10. Und zu guter Letzt… Vergeude Zeit. Geh spät aus, schlaf lange und vergeude Zeit auf dem Sofa mit viel zu vielen Episoden deiner Lieblingsserie, Eis essen und dem Durchblättern von Magazinen – denn das ist beim Daheimbleiben einfach unbezahlbar. 

 Happy Homestay

* Meine Recherche hat nicht ergeben, wo genau das Stockbrot herkommt. Da ich es jedoch aus meiner Kindheit in Dänemark kenne, nenne ich es in diesem Beitrag eine dänische Tradition.

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