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Ein leeres Word-Dokument, das vertraute Geräusch des Laptops, der zu hart arbeitet und Gedanken, die immer wieder an Orte abschweifen, an denen sie nichts zu suchen haben. Oder vielleicht doch? Arbeit, Uni und alles andere, was mich für mehr als sechs Monate an einen Ort fesselt, scheint mir irgendwie falsch zu sein. Nicht weil ich faul bin. Sondern weil ich doch eigentlich da draußen sein sollte, um die große weite Welt zu entdecken. Vielleicht sollen meine Gedanken ja abschweifen. Vielleicht sollte ich nachschauen, was ein Flug nach Australien kostet oder wie das Wetter in Kuba ist. Meine Kamera ist aufgeladen, ich habe Schuhe für jedes Wetter und was ist das schlimmste was passieren kann, wenn ich alles für eine Weile stehen und liegen lasse und stattdessen auf Reisen gehe? Schon sind die Gedanken wieder woanders. Magische Wasserfälle, Kamele in der Wüste und kleine Schildkröten, die zum ersten mal ihren Weg zum Wasser suchen…

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Ach stimmt. Uni, Arbeit, Projekte. Das sollte ich ja eigentlich machen. Komm schon, konzentrier dich! Der Artikel schreibt sich nicht von selbst. Ich nehme meine Reiseträume aus ihrer imaginären Schublade und lege sie in eine mit dem Titel “Zukunftspläne”. Dann öffne ich wieder das leere Dokument – mit der Absicht, jetzt zu einhundert Prozent bei der Sache zu sein. Der erste Satz ist geschrieben… Jetzt wird es schnell gehen. Ihr wisst ja, der erste Satz ist immer der schwerste. Ich schaffe es bestimmt, diese Geschichte heute fertig zu machen. Wenn wir schon beim Thema Zeit sind… Wusstest du, dass es nur fünf bis sechs Stunden dauert, nach Ägypten zu fliegen? Das schaue ich mal ganz kurz nach…

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